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Wenn Claude deine Release-Notes schreibt

Wenn Claude deine Release-Notes schreibt

chronik kann eine Release-Note an Claude geben und die Zusammenfassung statt des Originals versenden. Diese Seite sagt, was dabei passiert — und, der lesenswerte Teil, wann daraus eine Pflicht für dich wird.

Das ist keine Rechtsberatung. Es ist eine Beschreibung des Produkts und ein Hinweis auf die Norm, damit du entscheiden kannst, ob sie dich trifft.

Was chronik tut

  • Optional, standardmässig aus. Keine Regel fasst irgendetwas zusammen, bevor es jemand einschaltet.
  • Es läuft über deinen eigenen Anthropic-Schlüssel, hinterlegt an deinem Konto. Die Aufrufe stehen auf deiner Rechnung und unter deinem Vertrag mit Anthropic, nicht unter unserem.
  • Die Zusammenfassung sagt, dass sie eine ist. Eine Zeile unter dem Text nennt dem Leser, dass ein Modell ihn geschrieben hat, und zwar in der Sprache, die du für die Zusammenfassung gewählt hast. Lässt du die Sprache unverändert, folgt die Zusammenfassung deinen Release-Notes, und die Zeile steht auf Englisch, weil chronik nicht erkennen kann, in welcher Sprache deine Notes geschrieben sind. Diese Zeile lässt sich nicht abschalten; warum, steht zwei Abschnitte weiter.
  • Wir führen ein Protokoll. Welches Modell, welches Preset, wann — auf unserer Seite, je Zustellung. Eine Zustellung ohne Zusammenfassung protokolliert nichts, und genau das ist die Aussage: es ging nichts Synthetisches raus.

Wann du selbst kennzeichnen musst

Die Ausgabe zu markieren ist unsere Aufgabe als deren Anbieter. Den Text zu veröffentlichen ist deine — und das Veröffentlichen kann eine eigene Pflicht tragen.

Sie greift, wenn du einen Text veröffentlichst, der die Öffentlichkeit über eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse informiert. Genannt werden unter anderem öffentliche Gesundheit, Umweltschutz, Verbrauchersicherheit, öffentliche Sicherheit und Grundrechte.

Für fast alle Release-Notes lautet die Antwort nein. Ein Changelog für eine Library, eine App oder ein internes Werkzeug ist kein Text über eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse, und daran ändert sich hier nichts.

Für manche lautet sie ja:

  • ein Security-Advisory, das eine Lücke beschreibt
  • eine Meldung über einen Ausfall in einem Dienst, auf den sich andere verlassen
  • Software für Gesundheit, Energie, Verkehr oder öffentliche Verwaltung

Fallen deine Release-Notes darunter, ist die Pflicht deine — und unsere Zeile unter der Zusammenfassung erfüllt sie nicht.

Die Ausnahme, und wie eng sie ist

Es gibt eine Ausnahme für Texte, die ein Mensch geprüft und redaktionell verantwortet hat. Sie ist enger, als sie klingt.

Eine Rechtschreib-, Grammatik- oder Formalprüfung reicht ausdrücklich nicht. Verlangt ist eine bewusste inhaltliche Prüfung durch eine fachkundige, benannte Person mit echter Ablehnungsbefugnis. „Da hat jemand drübergeschaut" ist das nicht, und eine Nachricht freizugeben, weil sie sich gut liest, auch nicht.

Warum sich die Zeile nicht abschalten lässt

Wir sind Anbieter der synthetischen Ausgabe, also ist ihre Kennzeichnung unsere Pflicht. Ein Schalter, der die Markierung entfernt, würde unser Risiko auf dich verlagern — und er würde umgelegt, denn eine Nachricht liest sich ohne die Zeile besser.

Dass sie bleibt, heisst: eine Sache weniger, an die du denken musst.

Wo die Norm selbst steht

Die Pflicht ist Artikel 50 der KI-Verordnung. Die Europäische Kommission veröffentlicht den Text und eine eigene FAQ dazu. Wenn du unsicher bist, ob deine Release-Notes darunter fallen, frag jemanden, der das beantworten darf — diese Seite kann es nicht, und sie täte dir keinen Gefallen, so zu tun.